NSU-Prozess Zschäpe ins Gefängnis München-Stadelheim verlegt
Archivbild aus dem Jahr 1990: Beate Zschäpe nach München verlegt
Foto: Getty Images/ BundeskriminalamtMünchen - Am 17. April beginnt am Oberlandesgericht München das Verfahren um die mutmaßlich von Mitgliedern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) begangenen Morde an zehn türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern sowie einer Polizistin. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe wurde nun aus der Untersuchungshaft in Köln nach München verlegt.
"Sie ist gestern am späten Nachmittag in die Justizvollzugsanstalt Stadelheim gebracht worden", sagte der Sprecher des Bayerischen Justizministeriums, Wilfried Krames. Er bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung", wonach Zschäpe am Dienstagnachmittag mit einem Hubschrauber nach Stadelheim geflogen wurde. Dort sitzt sie nun weiter in Untersuchungshaft im Frauengefängnis.
Zschäpe muss sich in dem Verfahren wegen Mittäterschaft an den zehn Morden verantworten. Ebenfalls angeklagt sind vier mutmaßliche Unterstützer der Terrorzelle, darunter Ralf Wohlleben, der bereits seit Monaten im Gefängnis Stadelheim einsitzt.