"Höchstvorsorgliche Anfrage" Gericht plant NSU-Prozess bis 2018

Seit bald vier Jahren wird schon verhandelt, nun planen die Richter noch weiter: Das Oberlandesgericht München hält es für möglich, dass der NSU-Prozess bis Anfang kommenden Jahres dauert.

Gerichtssaal im Oberlandesgericht München
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Gerichtssaal im Oberlandesgericht München


Im Münchner NSU-Prozess gegen die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe bereitet das Gericht zusätzliche Verhandlungstage bis zum Januar 2018 vor. Mehrere Prozessbeteiligte teilten mit, sie hätten eine schriftliche "höchstvorsorgliche Anfrage" des Oberlandesgerichts erhalten, ob sie auch in der zweiten Jahreshälfte 2017 Termine wahrnehmen könnten.

Ungewiss ist allerdings, ob die zusätzlichen Termine tatsächlich benötigt werden. Der NSU-Prozess läuft seit Mai 2013 vor dem Oberlandesgericht München, der heutige Donnerstag ist der 341. Verhandlungstag.

Zschäpe ist in dem Verfahren wegen Mittäterschaft an zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen angeklagt. Das Motiv der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" bei fast allen Taten war nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft Fremdenhass.

mxw/dpa



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