Betrug bei Abrechnungen Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg klagt zwei Betreiber von Corona-Teststationen an

Sie sollen mehr Testungen abgerechnet haben, als sie tatsächlich vornahmen: In Nürnberg hat die Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Betreiber von Corona-Teststationen und eine Angestellte erhoben.
Corona-Testzentrum (Symbolbild)

Corona-Testzentrum (Symbolbild)

Foto: Bernd Weißbrod / dpa

Sie sollen bei der Abrechnung von Coronatests ausgedachte Zahlen angegeben und auf diese Weise mehr als 645.000 Euro erwirtschaftet haben: In Nürnberg hat die Generalstaatsanwaltschaft zwei Betreiber von Corona-Teststationen und eine Angestellte wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt. Zwei Angeschuldigte sitzen wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft.

Die beiden Betreiber von Teststationen in Nürnberg, Fürth und Schwabach sollen mehr Testungen abgerechnet haben, als sie tatsächlich vornahmen. Für den Kauf der Schnelltests sollen sie überhöhte Beschaffungskosten abgerechnet haben. So sollen die Mitarbeiter per Strichliste die vorgenommenen Tests gezählt haben – die Unternehmer sollen dann aber an die Kassenärztliche Vereinigung ausgedachte Zahlen durchgegeben haben.

Im Mai und Juni 2021 sollen die Angeklagten auf diese Weise gut 435.000 Euro zu Unrecht erhalten haben. Im Juli und August sollen sie nochmals 210.000 Euro zu viel abgerechnet haben, das Geld wurde aber wegen des Verfahrens nicht mehr ausgezahlt. Die dritte Angeschuldigte soll mitgeholfen haben, die falschen Zahlen zu melden.

Anlass der Ermittlungen war eine Anzeige wegen des Verdachts der Geldwäsche durch eine Bank. Einer der Angeschuldigten sei weitestgehend geständig, die beiden anderen verweigerten die Aussage.

kha/AFP
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