Nürnberg ICE nach Bombendrohung evakuiert

Wegen einer Bombendrohung ist ein ICE in Nürnberg gestoppt und geräumt worden. Die Bundespolizei durchsuchte den Zug anschließend mit Spürhunden.

ICE auf der Strecke zwischen Nürnberg und München (Archiv)
DPA

ICE auf der Strecke zwischen Nürnberg und München (Archiv)


Ein ICE auf dem Weg von München nach Hamburg ist wegen einer Bombendrohung in Nürnberg gestoppt und evakuiert worden. Alle Reisende hätten den Zug unversehrt verlassen, so ein Sprecher der Bundespolizei. Der ICE werde nun von Polizisten mit fünf Spürhunden abgesucht. An Bord sei aber keine Bombe gefunden worden.

Dem Polizeisprecher zufolge ging eine konkrete Drohung gegen den ICE 706 ein. Die Drohung sei erst nach der Abfahrt des Zuges in München bekannt geworden, daraufhin sei der Stopp in Nürnberg veranlasst worden. Wo die Drohung einging und in welcher Form, wollte der Sprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen.

Rund 40 Polizeibeamte sind den Angaben zufolge im Einsatz. Der ICE musste laut Polizei in Nürnberg bleiben. Die zahlreichen Passagiere mussten ihre Fahrt demnach mit anderen Zügen fortsetzen.

Am 7. Oktober hatte es auf der Bahnstrecke zwischen Nürnberg und München einen Anschlag gegeben. Die Frontscheibe eines ICE war durch ein Stahlseil beschädigt worden, das unbekannte Täter über die Bahngleise im mittelfränkischen Allersberg nahe Nürnberg gespannt hatten.

In der Nähe des Tatortes waren neben mehreren Holz- und Eisenteilen laut Bayerischem Landeskriminalamt (LKA) auch zwei Drohschreiben gefunden worden, ein komplett erhaltenes und ein Fragment. Auch ein arabisches Graffiti an einem Brückenpfeiler dokumentierten die Beamten.

wit/dpa/AFP



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