Oberbayern Doppelmord - Geschwisterpaar unter dringendem Verdacht

Am Faschingswochenende erschütterte ein brutaler Doppelmord Oberbayern. Jetzt haben die Ermittler zwei dringend Tatverdächtige ausgemacht.

Ermittler am Tatort
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Ermittler am Tatort


Zwei Wochen nach dem Bekanntwerden eines Doppelmords im oberbayerischen Königsdorf hat die Polizei ein dringend tatverdächtiges Geschwisterpaar ermittelt. Eine 49-jährige Frau sitzt wegen des Verdachts der Beihilfe in Untersuchungshaft, teilte Oberstaatsanwalt Hajo Tacke in Weilheim mit. Sie war am Vortag in Brandenburg festgenommen worden. Die Frau hatte als Pflegerin im Haus gearbeitet, in dem die Toten entdeckt worden waren.

Gegen ihren 43 Jahre alten Bruder besteht dringender Tatverdacht wegen zweifachen Mordes. Die Polizei fahndet mit einem internationalen Haftbefehl und einem Foto nach dem polizeibekannten Mann, den sie in seinem Heimatland Polen vermutet. Eine Belohnung von 10.000 Euro wurde ausgesetzt. Die Polizei warnte davor, der Gesuchte sei möglicherweise bewaffnet und gefährlich.

Am Faschingswochenende waren zwei Tote und eine schwer verletzte Frau in dem Haus in Königsdorf entdeckt worden. Bei den Getöteten handelt es sich um einen 81 Jahre alten Mann aus Nordrhein-Westfalen und eine 76 Jahre alte Frau aus Hessen. Die Verletzte ist die 76-jährige Besitzerin des Hauses, sie ist den Angaben zufolge noch immer nicht vernehmungsfähig.

Wie die Polizei mitteilte, kamen die Ermittler durch einen vor dem Haus gefundenen Gegenstand auf die Spur der Tatverdächtigen, auf dem DNA-Spuren des mutmaßlichen Mörders gefunden worden seien. Diese sei bereits in der bundesweiten DNA-Datenbank erfasst gewesen und durch einen Abgleich zuzuordnen gewesen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass mindestens zwei Täter zur Tatzeit am Tatort waren. Sie suchen nach einem weiteren Mann, der sich mit den Geschwistern an einer Raststätte aufgehalten haben soll. Er sei ein wichtiger Zeuge.

asa/dpa/AFP

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