Parteibüro der Linken beschädigt Explosion in Oberhausener Innenstadt

Bei einer Explosion mitten in Oberhausen wurden am frühen Dienstagmorgen mehrere Geschäfte und das Parteibüro der Linken beschädigt. Die Ursache der Explosion ist noch unbekannt.
Polizisten am Dienstagvormittag am Oberhausener Friedensplatz

Polizisten am Dienstagvormittag am Oberhausener Friedensplatz

Foto: Justin Brosch / dpa

Eine Explosion hat in Oberhausen das Parteibüro der Linken und mehrere Ladengeschäfte beschädigt.

Nach Angaben der Polizei in Essen war zunächst völlig unklar, was die Explosion in der Nacht zum Dienstag im Bereich des Friedensplatzes auslöste und wo genau sie sich ereignete. Eine Polizeisprecherin sagte, wegen zahlreicher zerbrochener Schaufenster und Fensterscheiben sei die Lage sehr unübersichtlich.

»Wir ermitteln in alle Richtungen«, sagte die Sprecherin. Betroffen seien auch ein Friseursalon und ein Reisebüro gegenüber dem Parteibüro. Das Büro ist gleichzeitig ein linkes Zentrum.

Die Linke in Nordrhein-Westfalen sprach von einem »Sprengstoffanschlag«, auch der Lokalsender Radio Oberhausen verbreitete diese Nachricht , ohne eine Quelle zu nennen. Die Polizei Essen, die den Fall am Morgen vom Präsidium Oberhausen übernommen hatte, konnte dies bis zum späten Mittag nicht bestätigen.

Protestkundgebung geplant

Laut der Parteivorsitzenden Janine Wissler müsse man »von einem gezielten Anschlag von Rechts ausgehen.« Schon in der Vergangenheit war das Büro im Visier der rechten Szene, wurde mit Neonazi-Aufklebern beklebt und erhielt Drohbriefe, so Wissler weiter.

In einer Stellungnahme sagte Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz: »Sollte sich die Explosion am Büro der Linken als krimineller Anschlag bestätigen, ist er aufs Schärfste zu verurteilen.«

Die Linke ruft für Dienstag (05.07.22) am Oberhausener Friedensplatz zu einer ersten Protestkundgebung um 18 Uhr auf.

tgk/afp
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