Österreich Zweites Opfer nach Messerattacke in Asylbewerberheim gestorben

In Österreich steht ein junger Mann im Verdacht, einen Flüchtlingshelfer und einen Landwirt niedergestochen zu haben. Mittlerweile sind beide Opfer tot, die Polizei ermittelt wegen Mordes.

Tatort Wullowitz in Österreich: Polizeieinsatz in einer Asylunterkunft
Mario Kienberger/ APA/ LAUMAT.AT/ DPA

Tatort Wullowitz in Österreich: Polizeieinsatz in einer Asylunterkunft


Nach einer Messerattacke in einem Asylbewerberheim in Österreich ist ein zweites Opfer gestorben. Ein 32-jähriger Helfer des Roten Kreuzes sei seinen Verletzungen erlegen, teilte die Polizei mit. Gegen einen 33 Jahre alten Tatverdächtigen aus Afghanistan werde nun wegen zweifachen Mordes ermittelt.

Der Verdächtige soll am Montag in einer Flüchtlingsunterkunft in Wullowitz an der österreichisch-tschechischen Grenze den 32-Jährigen niedergestochen haben. Mögliches Motiv ist ein Streit um die Vermittlung eines Arbeitsplatzes.

Auf der Flucht soll der Verdächtige dann auf einem nahe gelegenen Bauernhof einen 63-jährigen Landwirt in einer Garage erstochen und dessen Auto geraubt haben. Der 33-Jährige wurde einige Stunden später nach einer Großfahndung in Linz von Polizisten gestellt.

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen abgelehnten Asylbewerber, der im Juli 2015 mithilfe von Schleppern nach Österreich eingereist war. Der Asylantrag wurde laut Polizei im vergangenen Jahr abgewiesen. Aufgrund einer Beschwerde des Mannes ist jetzt das österreichische Bundesverwaltungsgericht mit dem Fall befasst.

jki/dpa



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