Tötungsdelikt in Offenbach Verdächtiger stellt sich Polizei

Europaweit suchte die Polizei nach einem 42-Jährigen, der eine Frau in der Offenbacher Innenstadt getötet haben soll. Nun hat er sich der Polizei gestellt.

Das Einschussloch ist im Auto des Opfers zu sehen
Rafael Bujotzek/InZwischenZeit:Filme/dpa

Das Einschussloch ist im Auto des Opfers zu sehen


Vor fünf Wochen wurde in Offenbach eine Frau aus einem fahrenden Auto erschossen. Der Tatverdächtige hat sich nun der Polizei gestellt. Der Mann soll sofort in Gewahrsam genommen worden sein und werde noch im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt, gaben Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt. Die "Bild"- Zeitung hatte zuerst über die Festnahme am Montagabend berichtet.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen Bekannten des Opfers. Der 42-Jährige wurde im vergangenen Monat mit europäischem Haftbefehl gesucht. Der Polizeisprecher bestätigte: "Es handelt sich um den im Vorfeld gesuchten Mann." Der mutmaßliche Täter soll sich nach der Tat nach Belgien abgesetzt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte für sein Auffinden 3000 Euro als Belohnung ausgesetzt.

Das 44-jährige Opfer hatte am 9. Mai im Auto vor der Kampfschule ihres Sohnes gewartet, als sie aus einem vorbeifahrenden Wagen eine Kugel am Hals traf. Die Frau starb noch an Ort und Stelle. Da es sich bei dem Täterauto um einen Leihwagen handelte, konnte der Mieter zum Tatzeitpunkt ermittelt werden: ein Bekannter der Toten, wie die Polizei schon kurz nach der Tat bestätigte. Die beiden sollen sich im Vorfeld heftig gestritten haben. Warum, ist nach wie vor unklar. Der Verdächtige habe laut Polizei vor allem mit der Schwester der Getöteten in Beziehung gestanden.

Der Verdächtige soll bei seiner Festnahme keine Angaben zur Tat gemacht, sagte die Polizei. Seine Identität sei aber zweifelsfrei festgestellt worden.

muk/dpa

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