Universität von Ohio Student verletzt elf Menschen mit Auto und Schlachtermesser

Auf dem Campus der Universität von Ohio hat ein 18-jähriger Student zahlreiche Menschen angegriffen und verletzt, ehe er von Polizisten getötet wurde. Ein terroristischer Hintergrund wird nicht ausgeschlossen.

Ein Polizist im Einsatz an der Ohio State
AP

Ein Polizist im Einsatz an der Ohio State


Mit einem Schlachtermesser hat ein Mann auf dem Campus der State University im US-Bundesstaat Ohio mehrere Menschen verletzt. Zuvor war er in eine Gruppe Fußgänger gefahren. Der Attentäter sei binnen weniger als einer Minute von einem herbeigeeilten Polizisten niedergeschossen und getötet worden, teilte die Polizei in Columbus wenige Stunden nach der Tat am Montag mit.

Elf Menschen seien mit Verletzungen in Krankenhäuser gebracht worden, sagte der Präsident der Universität, Michael Drake. Einige wurden wegen Stich- oder Schnittverletzungen behandelt, andere wegen orthopädischen Verletzungen aufgrund des Zusammenpralls mit dem Auto.

Die Behörden machten zunächst keine Angaben zu einem möglichen Motiv für die Tat, schlossen aber einen terroristischen Hintergrund nicht aus. In jedem Fall sei die Tat absichtlich verübt worden. US-Präsident Barack Obama ließ sich über die Lage in Ohio informieren, wie sein Sprecher Josh Earnest mitteilte.

Angreifer war 18-jähriger Student

Die Bundespolizei FBI schaltete sich in die Ermittlungen ein. Unklar war zunächst die Identität des Täters. Wie Monica Moll, zuständig für die öffentliche Sicherheit an der Universität, später bekannt gab, handelt es sich bei dem getöteten Verdächtigen um einen 18-jährigen Studenten somalischer Herkunft, der an der Ohio State eingeschrieben war.

Am Vormittag hatte die Sicherheitsabteilung der Ohio State University eine Großalarm ausgelöst und Studenten und Mitarbeiter dazu aufgerufen, sich zu verschanzen. Zunächst waren die Behörden von einem Attentäter mit Schusswaffen auf dem Campus ausgegangen. Um das Universitätsgelände hatten sich unzählige Polizisten und weitere Einsatzkräfte postiert. In einer auf Twitter verbreiteten Warnung der Sicherheitsabteilung der Uni hieß es: "Aktiver Schütze auf dem Campus. Lauft weg, versteckt euch, kämpft."

Wenige Stunden später gab die Universitätsleitung Entwarnung. Das Gelände sei gesichert worden, hieß es. Alle für Montag geplanten Vorlesungen und Kurse fielen allerdings aus. Auf dem Campus studieren rund 66.000 Menschen.

apr/dpa/AP

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