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24. Januar 2015, 00:01 Uhr

Verpfuschte Hinrichtungen in Oklahoma

Oberster Gerichtshof lässt Giftcocktails überprüfen

Die letzte Hinrichtung in Oklahoma verlief unglaublich grausam: Im April 2014 litt ein Delinquent 43 Minuten. Jetzt will das höchste Gericht in den USA überprüfen, ob der Einsatz einer umstrittenen Giftmischung mit der Verfassung vereinbar ist.

Washington - Der oberste Gerichtshof in den USA hat angekündigt, die umstrittenen Hinrichtungsmethoden im Bundesstaat Oklahoma rechtlich zu überprüfen. Es geht um die Exekutionen durch Giftspritzen, bei deren Anwendungen bereits mehrere Todeskandidaten qualvoll gestorben sind.

Umstritten ist vor allem die Giftmischung. Die Richter wollen nun prüfen, ob ihre Verwendung gegen das in der Verfassung verankerte Verbot grausamer Strafen verstößt. Die Prüfung geht auf einen Antrag zurück, den ursprünglich vier Insassen des Todestrakts eingebracht hatten. Einer von ihnen wurde erst in der vergangenen Woche in einem Gefängnis südlich von Oklahoma City mit einem Giftcocktail getötet.

Eigentlich sollte das jüngste Todesurteil in Oklahoma bereits im Frühjahr 2014 vollstreckt werden, jedoch wurde es aufgeschoben, nachdem das Leben eines anderen Todeskandidaten kurz zuvor ein dramatisches Ende gefunden hatte.

Die Giftspritzen hatten bei dem anderen Verurteilten einen 43-minütigen Todeskampf ausgelöst: Er zappelte, stöhnte und bäumte sich auf. Ein Gefängnisbeamter beschrieb die Szene später als "blutiges Chaos".

Der Anwalt jener Todeskandidaten, die sich gerichtlich gegen die Giftcocktails wehren wollen, erklärte, dass sich die Hinrichtungsprotokolle seit 2008 so stark verändert hätten, dass nun eine "sorgfältige Betrachtung" durch den obersten Gerichtshofs nötig geworden sei.

daf/Reuters/AP

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