Prozess um totgefahrenen Betrunkenen Polizisten vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen

Zwei Polizisten setzten einen Betrunkenen an einem Parkplatz ab - dieser starb bei einem Verkehrsunfall. Das Oldenburger Landgericht sah für den Tod des Mannes keine Schuld bei den Beamten.

Angeklagte im Gerichtssaal
Martin Remmers/dpa

Angeklagte im Gerichtssaal


Zwei Polizisten wollten einen 23-Jährigen, der zuvor unter anderem in einer Polizeiwache randaliert hatte, nach Hause fahren - ließen ihn aber dann auf einem Parkplatz aussteigen, weil sie zu einem Einsatz gerufen wurden. Wenig später wurde der Mann angefahren und tödlich verletzt.

Die wegen fahrlässiger Tötung in dem Fall angeklagten Polizisten sind vom Landgericht Oldenburg nun freigesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft hatte den Beamten vorgeworfen, Mitschuld am Unfalltod des Mannes zu tragen. Laut Anklage hatten sich die Polizisten nicht ausreichend versichert, ob der Mann noch orientierungsfähig war.

Die Kammer sah das anders, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Es sei nicht ersichtlich gewesen, dass der Mann hilflos war.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe für beide Angeklagte verlangt, die Verteidigung plädierte auf Freispruch. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Aktenzeichen: 1 KLs 37/18

apr/dpa



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