Organisiertes Verbrechen Bandenkriminalität in Deutschland weiter hoch

Das organisierte Verbrechen stellt in Deutschland nach wie vor ein Problem dar. Wie aus dem Lagebericht "Organisierte Kriminalität" hervorgeht, sind es vor allem im Rauschgifthandel aktiv.


Die Bedrohung durch organisierte Verbrecherbanden in Deutschland ist weiterhin hoch. Das geht aus dem Lagebericht "Organisierte Kriminalität" hervor, teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) mit.

Im vergangenen Jahr habe es 571 Ermittlungsverfahren gegeben, so de Maizière. Die Zahl liegt zwar leicht unter dem Niveau von 2013 mit 580 Verfahren. Es gebe aber keinen Grund für eine Entwarnung.

Insgesamt wurden demnach 299 Verfahren im Bereich der organisierten Kriminalität im vergangenen Jahr neu eingeleitet - das sind 7,2 Prozent mehr als 2013. Die Zahl der Tatverdächtigen sank auf 8700 Personen nach 9155 im Vorjahr.

Organisierte Banden sind den Angaben zufolge vor allem im Rauschgifthandel (32,9 Prozent) tätig, gefolgt von Eigentumsdelikten (18,9 Prozent), Wirtschaftskriminalität (12,8 Prozent) sowie Steuer- und Zolldelikten (9,1 Prozent).

Hinter Betrügereien am Telefon, Ladendiebstählen oder Erpressungen über das Internet steckten häufig handfeste OK-Strukturen, erklärte der Chef des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch. Durch eine neue Kooperation von Bund und Ländern solle künftig schneller darauf reagiert werden.

gam/Reuters



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