Fahrlässige Tötung Gericht berät über Strafe für Oscar Pistorius

Muss Oscar Pistorius hinter Gitter? Und wenn ja - für wie lange? In Pretoria beginnen die letzten Anhörungen vor Verkündung der Strafe. Dem früheren Sprintstar drohen für die tödlichen Schüsse auf seine Freundin bis zu 15 Jahre Haft.
Fahrlässige Tötung: Gericht berät über Strafe für Oscar Pistorius

Fahrlässige Tötung: Gericht berät über Strafe für Oscar Pistorius

Foto: REUTERS

Pretoria - Im Prozess gegen Südafrikas Paralympics-Star Oscar Pistorius haben erneute Anhörungen von Verteidigung und Staatsanwaltschaft begonnen. Beide Seiten können ihre Argumente vortragen, ehe Richterin Thokozile Masipa das Strafmaß für den 27-Jährigen verkünden wird.

Als erste Zeugin sagte die Psychologin Lore Hartzenberg aus, die Pistorius getroffen hatte und von der Verteidigung benannt wurde.

Experten wie der Strafverteidiger William Booth wiesen darauf hin, dass die Richterin sich nach den Anhörungen für die Abwägung aller Argumente mehrere Wochen Zeit lassen könnte. Andere Beobachter des Verfahrens gehen davon aus, dass die Entscheidung noch in dieser Woche verkündet wird. Diese Ansicht vertritt auch der Sprecher der Nationalen Strafverfolgungsbehörde (NPA) Südafrikas, Nathi Mncube.

Pistorius hatte seine Freundin Reeva Steenkamp in der Nacht auf den Valentinstag 2013 durch eine geschlossene Toilettentür hindurch erschossen. Er habe sie für einen Einbrecher gehalten, beteuert Pistorius. Vor rund einem Monat war er wegen fahrlässiger Tötung schuldig gesprochen worden.

Pistorius drohen bis zu 15 Jahre Haft. Dem Paralympics-Star könnte aber auch mit einer Bewährungsstrafe das Gefängnis erspart bleiben. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung können Berufung einlegen.

hut/dpa
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