Norwegen Krankenwagendieb muss in U-Haft

Ein Mann flüchtete in Oslo mit einem gestohlenen Krankenwagen vor der Polizei. Hinweise auf eine Terrortat gibt es zwar nicht, dennoch müssen der 32-Jährige und seine Beifahrerin in Untersuchungshaft.

Im Krankenwagen fanden die Ermittler unter anderem Waffen
Cathrine Hellesoy/Aftenposten/AP/dpa

Im Krankenwagen fanden die Ermittler unter anderem Waffen


Der Fall eines gestohlenen Krankenwagens in Oslo, mit dem ein Mann mehrere Menschen anfuhr, wirft weiterhin einige Fragen auf. Während die Polizei den Fall aufzuklären versucht, bleiben der 32-jährige Mann und seine 25 Jahre alte Beifahrerin in Untersuchungshaft. Das entschied ein Osloer Gericht am Donnerstag.

Dem 32-jährigen Mann, der den Wagen gestohlen, damit mehrere Passanten angefahren und zwei Babys verletzt hatte, werden versuchter Mord sowie Drogen- und Waffenbesitz vorgeworfen. Seinem Anwalt zufolge bestreitet er, die Passanten mit Absicht angefahren zu haben. Er habe nur vor der Polizei fliehen wollen. Auch Gerüchte über rechtsextreme Verbindungen seines Mandanten wies der Anwalt zurück. Auch der norwegische Sicherheitsdienst PST hatte erklärt, keine Hinweise auf eine Terrortat zu haben.

25-Jährige legt Einspruch ein

Als es der Polizei gelang, den Krankenwagen zu stoppen, fanden die Ermittler eine große Menge Drogen und Waffen. Inzwischen bestätigten die Beamten, dass es sich um eine Schrotflinte und die Attrappe einer Maschinenpistole handelte. Der 32-Jährige ist laut einem Bericht des "Aftenposten" wegen Diebstahls, Drohungen, Waffengebrauchs und Drogenbesitzes vorbestraft.

Auch die 25-jährige Frau muss in Untersuchungshaft bleiben. Ihr wird Mitwirkung zum Waffenbesitz vorgeworfen. Ihrem Anwalt zufolge versteht sie nicht, dass sie ins Gefängnis muss. Sie habe nur zufällig in dem Wagen gesessen. Wie es dazu gekommen sei, war zunächst unklar. Sie legte Einspruch gegen die Entscheidung ein. Nach der Tat hatte es geheißen, die Frau habe berauscht gewirkt. Auch sie ist bereits polizeibekannt.

ptz/dpa



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