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17. Januar 2019, 14:34 Uhr

Erschossener Rocker in Wuppertal

Ermittlungen gegen SEK-Mann eingestellt

"Tragisches Missverständnis": Vor fast einem Jahr wurde ein Rocker bei einem SEK-Einsatz in Wuppertal erschossen. Nun ist klar: Der verantwortliche Beamte muss keine Strafverfolgung mehr fürchten.

Gut elf Monate nach dem Tod eines Rockers bei einem Polizeieinsatz in Wuppertal hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen einen Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) eingestellt. Es handle sich um ein "tragisches Missverständnis", hieß es in einer Mitteilung.

Der Polizist sollte im Februar 2018 einen Haftbefehl gegen Hamit P. vollstrecken (lesen Sie hier mehr darüber). Der 43-Jährige war längere Zeit "President" der Rockergang Osmanen Germania in Wuppertal. Gegen ihn wurde unter anderem wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt.

Hamit P. sei als gefährlich und bewaffnet eingestuft worden, heißt es nun in der Mitteilung. Das SEK habe die Wohnung des Mannes aufgebrochen. Der Beamte, der den Schuss abgegeben habe, sei als Erster auf den Verdächtigen getroffen. Der Polizist sagte laut Staatsanwaltschaft aus, er habe einen Lichtblitz und eine Druckwelle wahrgenommen. Deswegen habe er angenommen, dass Hamit P. auf ihn geschossen habe. Er habe aus Notwehr geschossen.

Hamit P. war jedoch laut den Ermittlungen nicht bewaffnet. Die Polizei hatte laut der Mitteilung beim Öffnen der Wohnung eine Art Rauchbombe gezündet. Es sei nicht auszuschließen, dass die Explosion wie ein Schuss auf den Beamten gewirkt habe. Hamit P. habe vermutlich ein Handy in der Hand gehalten, das der Polizist mit einer Schusswaffe verwechselt haben könnte. Es gebe keine Zeugen, die das Aufeinandertreffen zwischen dem Polizisten und Hamit P. beobachtet hätten.

jpz

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