Festnahme in Osnabrück Mann drohte, sich in die Luft zu sprengen

Er soll angekündigt haben, in Berlin sterben zu wollen: In Osnabrück ist ein Mann festgenommen worden. Er war als Gewalttäter bekannt.


In Osnabrück haben Sicherheitsbehörden einen 33-Jährigen festgenommen, der angekündigt haben soll, sich in Berlin in die Luft zu sprengen. Der Mann habe gedroht, Personen aus seiner Familie etwas anzutun, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) im Landtag. Zuerst hatte die "Hannoversche Allgemeine" davon berichtet.

Der 33-Jährige ist demnach als Gewalttäter bekannt. Er wurde als Hochrisikofall im Bereich häuslicher Gewalt eingestuft.

Der Verdächtige habe angekündigt, er wolle einen Märtyrertod sterben, sagte Pistorius. Der aus dem Libanon stammende Mann war erst im Februar aus dem Gefängnis entlassen worden und wurde am Mittwoch festgenommen. Das Amtsgericht erklärte ein Langzeitgewahrsam aus Gründen der Gefahrenabwehr für zulässig, der Mann bleibt zunächst für 14 Tage in Haft. Der Hintergrund der Drohung werde nun geklärt.

Das im Mai beschlossene neue niedersächsische Polizeigesetz ermöglicht für eine bessere Terrorismusbekämpfung eine Präventivhaft für Gefährder von bis zu 35 Tagen. Nach einem ähnlichen Fall von angedrohter Gewalt hatte die niedersächsische Polizei vor einem Jahr einen 19-Jährigen aus Bielefeld eine Woche lang in Langzeitgewahrsam genommen. Familienmitglieder hatten angegeben, dass der junge Mann ihnen von einer Radikalisierung und einer nicht näher konkretisierten Gewalttat berichtet habe. Die Drohung erwies sich als gegenstandslos.

sen/dpa

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