Kindesmissbrauch 22 Mal lebenslänglich für pädophilen Briten

Die Taten sind schockierend, das Strafmaß außergewöhnlich: Ein pädophiler Brite hat Dutzende Kinder in Südostasien missbraucht - und wurde nun zu 22 Mal lebenslänglich verurteilt.

Richard Huckle
REUTERS/ NCA

Richard Huckle


Ein Gericht in London hat einen britischen Pädophilen wegen Kindesmissbrauchs verurteilt. Das Urteil lautet auf 22 Mal lebenslänglich. Der 30-jährige Richard Huckle wird mindestens 23 Jahre hinter Gittern verbringen müssen.

Huckle hatte 23 malaysische und kambodschanische Kinder missbraucht. Er hatte vorgegeben, Fotograf, Englischlehrer und Philanthrop zu sein, um das Vertrauen der in Armut lebenden Familien der Kinder zu gewinnen. Zu den Verbrechen, die er über einen Zeitraum von neun Jahren hinweg beging, gehörten Vergewaltigungen, die er filmte, fotografierte und über das Internet mit anderen Pädophilen teilte.

Der Verurteilte räumte ein, 71 Straftaten begangen zu haben. Bei seiner Verhaftung am Flughafen Gatwick in London wurden auf Huckles Computer und auf seiner Kamera mehr als 20.000 Bilder von Kindern gefunden. 1000 davon zeigten Huckle bei der Vergewaltigung und beim Missbrauch der Kinder.

"Unerbittlich machten Sie Jagd auf sehr junge, vorpubertäre, verletzliche Kinder aus einer ethnischen Minderheit, bei der Sie sich zuvor eingeschmeichelt hatten", sagte Richter Peter Rook zu Huckle. "Sie waren und sind sexuell besessen von Kindern. In einem Ihrer Posts sagten Sie, Sie seien aufgezehrt von Ihrer Pädophilie."

asa/AP/Reuters



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