Johannes Paul II. Blutbeflecktes Papst-Gewand kommt ins Museum

Im Jahr 1981 wurde der damalige Papst Johannes Paul II. bei einem Attentat schwer verletzt. Jetzt wird seine blutbefleckte Soutane in Polen ausgestellt.
Blutbefleckte Soutane: 34 Jahre nicht gewaschen

Blutbefleckte Soutane: 34 Jahre nicht gewaschen

Foto: Jacek Bednarczyk/ dpa

Genau 34 Jahre nach dem Attentat auf Papst Johannes Paul II. ist seine blutbefleckte Soutane in einem Krakauer Wallfahrtszentrum ausgestellt worden. Das damalige Oberhaupt der katholischen Kirche war am 13. Mai 1981 von den Schüssen des Attentäters Ali Agca schwer verletzt worden. Der Krakauer Kardinal Stanislaw Dziwisz sagte, die Soutane solle für die Besucher "Zeuge des Anschlags, aber vor allem der Größe" von Johannes Paul II. sein, der seinem Attentäter vergab.

Die weiße Soutane sei nach den Schüssen nicht gereinigt worden, sagte Dziwisz, der viele Jahre Privatsekretär des Kirchenoberhauptes war. "Sie zeigt Spuren der Kugeln, aber vor allem Blut." Die Nonnen, die den Haushalt des Papstes führten, hätten die Soutane aufbewahrt, sagte Dziwisz, der 1981 bei den Schüssen auf dem Petersplatz dabei war.

Enge Mitarbeiter hätten damals das Gewand im Krankenhaus an sich genommen. Es sei bislang nicht in der Öffentlichkeit gezeigt worden, sagte Dziwisz. Johannes Paul II. hatte Agca im Gefängnis besucht. Die Hintergründe des Attentats sind nach wie vor unklar. Agca hatte in einem Buch 2013 behauptet, er habe den Auftrag vom damaligen iranischen Staatsführer Ajatollah Khomeini erhalten.

sms/dpa/AFP
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