Osterfeier Der Papst bekommt keine kostenlosen Blumen aus Holland mehr

Niederländische Blumenzüchter haben jahrzehntelang Tulpen, Narzissen und Rosen gratis zum Osterfest für den Petersplatz geliefert. Jetzt haben sie ihr Marketingkonzept geändert.
Papst Franziskus (Archivbild): Keine Blumen mehr für den Papst

Papst Franziskus (Archivbild): Keine Blumen mehr für den Papst

Foto: Andrew Medichini / dpa

Jedes Jahr erhielt der Papst Zehntausende Tulpen, Narzissen, Rosen und Hyazinthen zu Ostern. Innerhalb eines Tages schmückten dreißig Mitarbeiter dann den Platz vor dem Petersdom. Und jedes Jahr bedankte sich der Papst beim weltweit ausgestrahlten traditionellen päpstlichen Segen urbi et orbi immer auch für die Blumen: »Bedankt voor de bloemen«, sagte der jeweilige Pontifex auf Niederländisch.

Doch nun ist damit Schluss: Der Vatikan muss künftig auf kostenlose Blumen aus Holland zur Osterfeier verzichten. Nach 35 Jahren beenden die niederländischen Blumenzüchter die Tradition, den Blumenschmuck für den Petersplatz in Rom gratis zu liefern. »Die Sponsoren stoppen, es passt nicht mehr in ihr Marketingkonzept«, sagte der bisherige Leiter des Projektes, Paul Deckers, der Nachrichtenagentur ANP.

Dank von drei Päpsten

Schon in den vergangenen zwei Jahren konnte der Platz vor dem Petersdom wegen der Pandemie nicht geschmückt werden. Doch nun hätten die Geldgeber endgültig einen Schlussstrich unter das Projekt »Blumen für den Papst« gezogen.

Deckers selbst hatte den persönlichen Dank von drei Päpsten empfangen, Johannes Paul II., Benedikt XVI. und Franziskus. Von letzterem war Deckers 2015 mit einem päpstlichen Orden ausgezeichnet worden.

kha/dpa