Villejuif bei Paris Mindestens ein Toter durch Messerattacke - Polizei erschießt Täter

Ein Mann soll in Frankreich mehrere Menschen mit einem Messer attackiert haben. Dabei starb eine Person, zwei wurden verletzt. Der Täter soll unter Einfluss von Medikamenten gestanden haben.
Polizeieinsatz in Villejuif

Polizeieinsatz in Villejuif

Foto: CHRISTOPHE ARCHAMBAULT/ AFP

Bei einer Messerattacke südlich von Paris ist mindestens ein Mensch getötet worden. Zwei Verletzte seien in ein Krankenhaus gebracht worden, sagte die zuständige Staatsanwältin Laure Beccuau.

Auch der mutmaßliche Angreifer sei getötet worden. Der Mann hatte Beccuau zufolge zuvor versucht, noch weitere Menschen anzugreifen. Bei dem getöteten Passanten handele es sich um einen 56-jährigen Anwohner, sagte der Bürgermeister der Gemeinde, Franck Le Bohellec, dem Sender Franceinfo. Der Mann habe versucht, seine Frau vor dem Angreifer zu schützen.

Gegen 14 Uhr hatte der Mann in einer Parkanlage von Villejuif mehrere Passanten mit einem Messer angegriffen, wie die Polizeipräfektur kurz nach dem Angriff mitteilte. Polizisten hätten den Mann daraufhin "neutralisiert".

Laut Polizei soll bei dem Mann ein Koran gefunden worden sein. Ein Sprecher der Ermittler sagte, der Mann habe unter dem Einfluss von Medikamenten zur Behandlung psychischer Probleme gestanden. Vor einigen Monaten habe er sich wegen der Probleme bereits in ärztlicher Behandlung befunden. "Es gibt bisher keinen Beweis, der nahelegt, dass er sich radikalisiert hätte," sagte der Sprecher.

Villejuif befindet sich einige Kilometer südlich der Pariser Stadtmitte. Der französische Innenstaatssekretär Laurent Nunez fuhr in Begleitung des Pariser Polizeichefs Didier Lallement zum Tatort.

bbr/dpa/AFP
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