Überfall in Paris Straßenräuber stiehlt 800.000 Euro teure Uhr

Teure Uhren sind ein Statussymbol - und ein attraktives Ziel für Diebe. Diese schmerzliche Erfahrung musste gerade ein japanischer Geschäftsmann vor seinem Luxushotel in Paris machen.


Die RM 51-02 des Schweizer Luxusuhrenherstellers Richard Mille ist ein eher teures Vergnügen. Das liegt nicht zuletzt an den Diamanten, mit denen sie in ihrem Inneren besetzt ist. Der Listenpreis der "Tourbillon Diamond Twister" liegt laut einem Bericht des französischen Fernsehsenders BFMTV bei 768.000 Euro.

Und um genau diesen Betrag ist ein 30-jähriger japanischer Geschäftsmann offenbar seit Montagabend ärmer. Straßenräuber haben ihm dem Bericht zufolge nämlich seine Luxusuhr gestohlen.

Der Mann sei zum Rauchen vor die Tür des Fünfsternehotels Napoléon auf der Avenue de Friedland im achten Arrondissement getreten. Ganz in der Nähe liegen Triumphbogen und Champs-Élysées. Vor dem Haus habe ihn ein Mann nach einer Zigarette gefragt - und ihm anschließend die Uhr entwendet. Dann sei der Dieb mit seiner Beute weggerannt. Auf der Flucht habe er allerdings sein Mobiltelefon verloren, wodurch sich die Polizei Hinweise auf den Täter erhofft.

Ganze Serie von Diebstählen - mit verschiedensten Tricks

Wegen des Werts der Uhr befasse sich eine Sondereinheit, die mit dem organisierten Verbrechen zu tun habe, mit dem Fall, so der Sender. Auf dem Schwarzmarkt sind geraubte Luxusschmuckstücke etwa zum halben Preis wieder loszuschlagen, hieß es bei der Polizei.

Die Diebe hätten inzwischen eine ganze Reihe von Tricks entwickelt, um an ihre Beute zu kommen: Das Fragen nach einer Zigarette gehöre dazu, auch der Wunsch nach einem vermeintlichen Selfie. Autofahrer wiederum hätten damit zu kämpfen, dass jemand an ihren Außenspiegel stoße. Bei Versuch, diesen wieder zu richten, würde ihnen dann die Uhr abgenommen.

Allein zwischen Januar und September hätten Diebe in Paris und seinen Vororten mindestens 71 Luxusuhren gestohlen, berichtet die Zeitung "Le Parisien". Damit sei die Zahl solcher Delikte im vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel gestiegen. Allein an einem einzigen Tag, dem 29. August, hätten die Täter vier Mal zugeschlagen.

chs

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