Tennisprofi Mann wegen Angriffs auf Petra Kvitova zu Freiheitsstrafe verurteilt

Ein Mann hatte die tschechische Tennisspielerin Petra Kvitova mit einem Messer schwer an der Hand verletzt. Nun wurde er zu einer langen Freiheitsstrafe verurteilt.

Petra Kvitova (Archiv)
Michael Reaves/ AFP

Petra Kvitova (Archiv)


Fast zweieinhalb Jahre nach der Messer-Attacke auf die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova ist der Angreifer zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Wie eine Sprecherin des Gerichts in Brünn mitteilte, kommt Radim Z., der Kvitova im Dezember 2016 in ihrer Wohnung schwer an der linken Hand verletzt hatte, in ein Hochsicherheitsgefängnis.

Der Verurteilte kann, ebenso wie die Staatsanwaltschaft, in den kommenden zwei Wochen gegen das Urteil Berufung einlegen. Der 33-jährige Z. hatte auf nicht-schuldig plädiert. Er ist derzeit wegen einer weiteren Straftat im Gefängnis. Angeklagt war er wegen schwerer Körperverletzung und Hausfriedensbruch.

Kvitova war bei der Urteilsverkündung nicht anwesend. Die 29 Jahre alte zweimalige Wimbledonsiegerin hatte im Februar vor Gericht ausgesagt. "Ich habe geschrien, überall war Blut", sagte sie damals. Kvitova war kurz vor Weihnachten 2016 in ihrer Wohnung in Prostejov überfallen und mit einem Messer bedroht worden. Der Täter hatte sich als Klempner ausgegeben.

Die 29-Jährige hatte nach dem Überfall um die Fortsetzung ihrer Karriere gebangt. Die Ärzte befürchteten nachhaltige Verletzungen an der Schlaghand, betroffen waren die Sehnen und Nerven an allen fünf Fingern. Doch bereits ein halbes Jahr später kehrte Kvitova auf die WTA-Tour zurück. Im Januar erreichte sie das Finale bei den Australian Open in Melbourne und sagte: "Ich bin auf jeden Fall wieder zurück."

fek/sid/dpa



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