Boy Scouts gegen Girl Scouts Krieg der Pfadfinder

Weil die Boy Scouts in den USA seit zwei Jahren auch Mädchen aufnehmen, ist vor Gericht ein Streit mit den Girl Scouts entbrannt. Die Rede ist von »Krieg«.
Weste einer Pfadfinderin der Girl Scouts

Weste einer Pfadfinderin der Girl Scouts

Foto: Elaine Thompson / AP

Bei den Pfadfindern in den USA ist ein heftiger Streit entbrannt, wie die BBC  und der »Guardian«  berichten. Es geht um die Mitgliedschaft von Mädchen.

Seit zwei Jahren nehmen die ursprünglich nur für Jungs gedachten Boy Scouts auch weibliche Mitglieder auf und haben eine entsprechende Rekrutierungskampagne gestartet. Dieser Schritt würde ihre Marke untergraben, finden die Pfadfinderinnen der Girl Scouts. Im November 2018 reichten sie eine erste Klage gegen Markenverletzungen ein.

Aktuell liegt der Fall beim Bundesgericht in Manhattan. Die Pfadfinder der Boy Scouts wollen, dass die Klage fallen gelassen wird und sie weiter die Worte »scouts« und »scouting« in ihren Werbematerialien verwenden dürfen.

Am Heiligabend hat nun ein Anwalt der Girl Scouts die Vorwürfe erneut bekräftigt. Die Offensive der Boy Scouts sei für die Pfadfinderinnen »äußerst schädlich« und habe bei den Eltern für Verwirrung gesorgt.

Die Boy Scouts wiederum werfen den Girl Scouts vor, einen »Krieg« begonnen zu haben. Ihr Programm haben sie mittlerweile umbenannt und nennen es nun »Scouts BSA«.

Beigelegt ist der Streit damit nicht. Schlichten müssen jetzt wohl Richter.

kfr
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