Philippinen Polizei erschießt Dreijährige bei Drogenrazzia

Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Drogendealer auf den Philippinen hat die Polizei ein dreijähriges Mädchen erschossen. Die Mutter sagt, man habe die Familie im Schlaf überrascht.

Senator Ronald dela Rosa
Bullit Marquez/ AP

Senator Ronald dela Rosa


Auf den Philippinen wurde bei der Hausdurchsuchung eines mutmaßlichen Drogendealers dessen dreijährige Tochter getötet. Bei der Razzia in der philippinischen Stadt Rodriguez sind außerdem zwei mögliche Drogendealer und ein Zivilpolizist gestorben.

Angaben der Polizei zufolge war das Mädchen während einer Schießerei zwischen den Dealern und der Polizei in die Schusslinie geraten. Die Polizisten gaben an, dass der Vater des Mädchens das Feuer auf die Beamten eröffnet und sein Kind als Schild verwendet habe. Die Mutter des Kindes dementiert dies. Philippinischen Medien soll sie gesagt haben, man habe die Familie im Schlaf überrascht.

Senator Ronald dela Rosa, ehemaliger Polizeichef des Landes, soll über den Tod des Mädchens gesagt haben: "Shit happens".

Seit dem Amtsantritt von Präsident Rodrigo Duterte im Jahr 2016 verfolgt die philippinische Regierung eine aggressive Drogenpolitik. Der Präsident lässt Drogensüchtige, Dealer und Kleinkriminelle töten. Im sogenannten "Krieg gegen die Drogen" wurden seit der Wahl 6600 Menschen getötet.

muk/dpa

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