Überfall in New York Polizei erschießt Angreifer in Synagoge

Die Polizei in New York hat einen Angreifer erschossen, der mit einem Messer bewaffnet eine Synagoge in Brooklyn stürmte und einen Studenten im Gesicht verletzte. Der Mann war offenbar geistig verwirrt.


Bei einem Messerangriff in einer New Yorker Synagoge ist ein Student am Kopf verletzt worden. Der Angreifer, ein 49-jähriger Schwarzer, wurde von Polizisten erschossen. Das Opfer sei in stabilem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit.

Der Angriff ereignete sich am Sitz der chassidischen Gemeinschaft im Stadtteil Brooklyn. Das 22-jährige Opfer wurde bei dem Angriff im Gesicht verletzt. Die Hintergründe der Attacke waren zunächst unklar. Augenzeugen berichteten, dass der Angreifer wiederholt "Tötet die Juden" gerufen habe.

Auf einem Handyvideo ist zu sehen, wie Polizisten dem Angreifer befehlen, ein langes Küchenmesser fallen zu lassen. Nachdem er zunächst die Waffe sinken lässt, richtet er sie kurz darauf aber wieder gegen die Polizisten und geht auf diese zu. Daraufhin ist ein Schuss zu hören.

Laut der New York Times, war der Angreifer der Polizei bekannt und sei psychisch instabil gewesen. Die Polizei bestätigte zudem, dass es antisemitische Äußerungen gegeben habe, und erklärte, es seien Ermittlungen eingeleitet worden.

Die Synagoge in Brooklyn hat rund um die Uhr geöffnet und bietet Obdachlosen in der Nacht einen Platz zum Aufwärmen. Der Nachrichtensender CNN berichtete, dass der 49-jährige Angreifer offenbar keinen festen Wohnsitz hatte. Er hatte sich an einem Wache stehenden Polizisten vorbei Zutritt zur Synagoge verschafft.

jdl/AFP

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