Fliegender Drogenkurier Polizei erschießt Brieftaube

Der Vogel trug ein Stoffbeutelchen: In Argentinien haben Polizisten eine Brieftaube erlegt. Sie wurde von Kriminellen zum Schmuggeln missbraucht.

Narcopaloma, "Drogentaube", werden die Tiere genannt: Brieftauben, die von Dealern oder Gefängnisinsassen als fliegende Schmuggler benutzt werden. In Argentinien haben Polizisten jetzt eine solche Narcopaloma abgeschossen.

Die von Drogenhändlern abgerichtete Taube starb durch eine Kugel, als sie gerade im Gefängnis von Santa Rosa in der Provinz Pampa landen wollte. Die ermittelnden Behörden erklärten, die Brieftauben seien so trainiert worden, dass sie bis zu 15 Mal pro Tag als Drogenkurier fliegen könnten.

Ein Foto zeigt den toten Vogel, der einen kleinen weißen Stoffrucksack trug. Darin steckten laut Behördenangaben Marihuana, Pillen und ein USB-Stick.

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Dass Brieftauben als Schmuggler missbraucht werden ist keine Seltenheit: In Kuwait fingen Zollbeamte laut Medienberichten kürzlich einen Vogel, dem ein kleiner Rucksack mit rund 170 Pillen  ans Gefieder geheftet worden war. Über das Schicksal des Tiers ist nichts bekannt.

In Costa Rica schnappten Wärter 2015 eine mit 14 Gramm Kokain und Marihuana beladene Taube, als diese auf einem Gefängnishof landete. Anders als ihre Artgenossin in Argentinien kam sie mit dem Leben davon: Das Gefängnis übergab das Tier an einen Zoo.

cst/Afp

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