Morde in Tulsa Verdächtige sollen tödliche Schüsse gestanden haben

Drei Schwarze kamen ums Leben, zwei wurden verletzt, die Taten befeuerten die Rassismus-Debatte in den USA: Nach den tödlichen Schüssen von Tulsa sollen zwei Verdächtige ein Geständnis abgelegt haben.

REUTERS

Tulsa - Nach den tödlichen Schüssen auf Afroamerikaner im US-Staat Oklahoma haben die 19 und 32 Jahre alten Verdächtigen ihre Taten offenbar gestanden. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf Polizeiunterlagen.

Die beiden Männer sollen am Freitag in einem Viertel der Stadt Tulsa drei Menschen getötet und zwei weitere schwer verletzt haben. Das Motiv für die Angriffe könnte gewesen sein, dass der Vater des 19-Jährigen vor zwei Jahren von einem Schwarzen erschossen worden sei, teilte die Polizei mit.

Einem Bericht der "Tulsa World" zufolge wurde dem Vater des Verdächtigen in die Brust geschossen, als er mit einem Mann rang, der in die Wohnung seiner Tochter einzubrechen versuchte. Der Angeschossene starb, der Täter sitzt eine sechsjährige Haftstrafe ab.

Laut AP hat der 19-Jährige Schüsse auf drei Menschen gestanden, der 32-Jährige die Schüsse auf die anderen beiden Opfer. Wer die Kugeln abfeuerte, von denen drei Menschen tödlich getroffen wurden, ist bisher nicht bekannt.

hut/dapd

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adsum 10.04.2012
1.
Zitat von sysopREUTERSDrei Schwarze kamen ums Leben, zwei wurden verletzt, die Taten befeuerten die Rassismus-Debatte in den USA: Nach den tödlichen Schüssen von Tulsa wurden zwei Verdächtige festgenommen. Nun sollen sie ein Geständnis abgelegt haben. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,826479,00.html
Hier sieht man auch mal wieder, wie negativ Rache ausgehen kann. Soweit ich aus diesem Vorfall ersehen kann, hatte sich in etwa Folgendes ergeben. Ein Einbrecher ist zuvor in eine Wohnung einer Tochter eingebrochen. Der Vater kam der Tochter zur Hilfe und rang mit dem Einbrecher. Das kostete dem Vater das Leben, weil der Einbrecher bewaffnet war und ihn deshalb erschoss. Der Einbrecher wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Das trieb nun andere an, sich an der Familie des Einbrechers zu rächen. Dieser Rachezug war natürlich völlig überzogen, keine Frage. Was geht nur in den Gehirnen von einfach gestrickten Menschen vor sich, von Kriminellen, die doch damit rechnen müssen, dass ein Einbruch auch das eigene Leben kosten kann in einem Land, in dem die Bürger bewaffnet sind, aber auch in den Köpfen von Rächern, die gleich einer Sippenhaft sich an der Familie des Einbrechers rächen wollen. Also ich kenne nicht die genauen Umstände, deshalb ist es gewagt, sich hier im SPON zu diesem Verbrechen zu äußern, weil ich eben eher zu denjenigen gehöre, die sich nicht wehrlos alles gefallen lassen sollen, wenn das eigene Leben in einer Notwehrsituation in Gefahr ist. Da spielt es keine Rolle, ob der Einbrecher ein Farbiger oder ein Bleichgesicht ist.
SpitzensteuersatzZahler 11.04.2012
2.
Naja der Staat hat das Monopol auf Bestrafung. Das Recht auf Rache ist abgetreten. Wenn man nun die Strafe als ungerecht empfindet - was ich bei 6 Jahren Gefängnis durchaus nachvollziehen kann, kommt der sehr einfach gestrickte Schlag von Betroffenen eben auf die Idee, das selber in die Hand zu nehmen und macht so eine Dummheit.
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