Verdächtige Gegenstände Polizei lässt Weihnachtsmarkt in Bonn evakuieren

Ein Vermummter machte sich mit Einweghandschuhen an einem Briefkasten zu schaffen. Für die Polizei in Bonn Anlass genug, den Weihnachtsmarkt zu räumen. Statt Sprengstoff fand sich Rauschgift.

Weihnachtsmarkt in Bonn (Archivbild)
imago/ Westend61

Weihnachtsmarkt in Bonn (Archivbild)


Wegen mehrerer verdächtiger Päckchen ist am späten Freitagabend der Bonner Weihnachtsmarkt teilweise für die Öffentlichkeit gesperrt worden - am Ende stellten sich die Umschläge als Drogenlieferung heraus. Das teilte die Polizei am Samstagmorgen mit.

Zeugen hatten die Beamten alarmiert, weil sie an der Hauptpost in der Nähe des Weihnachtsmarktes einen Mann beobachtet hatten. Er habe mehrere dicke Umschläge in einen Briefkasten geworfen, dabei habe er sein Gesicht in einem Kapuzenpullover weitestgehend verborgen und Einweghandschuhe getragen. Die Polizei räumte daraufhin gegen 22 Uhr den Weihnachtsmarkt in diesem Bereich.

Nach Angaben des "Bonner General-Anzeiger" untersuchte ein Spezialroboter die Päckchen zunächst auf Sprengstoff. Eine auf chemischer Analysen spezialisierte Analytische Task Force wurde aus Köln angefordert.

Erst gegen 2.45 Uhr am Morgen war endgültig klar, dass es ein Fehlalarm war. Die verdächtige Substanz sei offensichtlich Rauschgift. Zwar liefen noch chemische Analysen und die Polizei ermittele in alle Richtungen. Jedoch sei von einer Drogenlieferung auszugehen, so die Behörden.

Zuletzt hatte es mehrfach Aufregung rund um Weihnachtsmärkte als mögliche Anschlagsziele gegeben. So stellte sich eine angebliche Paketbombe auf dem Potsdamer Weihnachtsmarkt als Attrappe heraus. Einen Anschlagsplan in Karlsruhe konnten Ermittler nach Informationen des SPIEGEL vereiteln.

jok/dpa

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