"Linkes Pack" Polizei Sachsen entschuldigt sich für Retweet zu Krawallen in Leipzig

Nach den Ausschreitungen in Leipzig-Connewitz hat die sächsische Polizei einen Beitrag geteilt, in dem abfällig über Linke geschrieben wurde. Wenig später reagierte sie auf massive Kritik.
Polizeiwagen in Leipzig-Connewitz

Polizeiwagen in Leipzig-Connewitz

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Mehrere Nächte hintereinander haben Vermummte in Leipzig randaliert - nun hat sich die Polizei Sachsen wegen eines viel kritisierten Retweets in dem Zusammenhang entschuldigt. Auf dem offiziellen Twitteraccount der Polizei war am Sonntag ein Tweet eines anderen Nutzers geteilt worden, in dem es zu den Hausbesetzungen und Protesten in der Stadt hieß: "Gestohlene Räume von Leuten, die sich das erarbeitet haben. Davon hat das linke Pack natürlich keine Ahnung."

Die Polizei löschte den geteilten Beitrag wenig später und schrieb zu zahlreichen kritischen Beiträgen: "Bei dem Retweet handelte es sich um eine unbeabsichtigte Handlung. Dieser Tweet entspricht keineswegs unserer Sichtweise, weshalb wir den Retweet sofort zurückgenommen haben. Wir bitten, dies zu entschuldigen."

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Aggressive Vermummte hatten in Leipzig drei Nächte in Folge randaliert und waren auch auf die Polizei losgegangen. Auslöser der Krawalle im Osten der Stadt und in Connewitz waren Hausbesetzungen, die von der Polizei beendet worden waren. Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze nannte die Randalierer "augenscheinliche Linksextremisten".

Zahlreiche Nutzer kritisierten unter dem Hashtag #Mausgerutscht die Polizei heftig für das Teilen des Beitrags. Der Hashtag spielt auf einen Vorfall im Jahr 2016 an. Nachdem die AfD-Politikerin Beatrix von Storch damals auf Facebook bejaht hatte, dass man an der deutschen Grenze auch auf Frauen mit Kindern schießen könne, sagte sie dem SPIEGEL, sie sei auf der Maus "abgerutscht".

kko/dpa
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