Polizistenmord in Augsburg Verfahren gegen kranken Bruder wird abgetrennt

Raimund M. und sein Bruder sind wegen Mordes an einem Augsburger Polizisten angeklagt. Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes wird das Verfahren gegen den 60-Jährigen nun abgetrennt. Es könnte bald sogar ganz eingestellt werden.

Raimund M. und Rudolf R. vor Gericht: Angeklagt wegen Polizistenmordes
DPA

Raimund M. und Rudolf R. vor Gericht: Angeklagt wegen Polizistenmordes


Augsburg - Im Prozess um den Augsburger Polizistenmord wird das Verfahren gegen einen der beiden angeklagten Brüder abgetrennt. Der 60-jährige Raimund M. sei vorübergehend verhandlungsunfähig und könne seine Interessen vor Gericht nicht wahrnehmen, begründete das Landgericht Augsburg seine Entscheidung. Der Angeklagte bleibe aber in Haft.

Ob das Verfahren gegen Raimund M. eingestellt oder fortgeführt wird, soll in der kommenden Woche entschieden werden. Einen Antrag der Verteidigung, das Verfahren umgehend einzustellen, lehnte das Gericht ab.

Die Staatsanwaltschaft wirft M. und seinem 58 Jahre alten Bruder vor, im Oktober 2011 nach einer Verfolgungsjagd in einem Augsburger Wald den 41-jährigen Polizisten Mathias V. erschossen zu haben.

Raimund M. leidet an Parkinson, der Prozess war seit Ende September ausgesetzt. Die Verteidigung macht die lange Unterbringung ihres Mandanten in Isolationshaft in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Straubing für eine gravierende Verschlechterung des Gesundheitszustandes verantwortlich. Die JVA-Leitung weist den Vorwurf zurück.

hut/dpa



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