Pooth-Pleite Düsseldorfer Sparkassenchef muss Posten räumen

Affäre um Verona Pooths Ehemann Franjo: Dem Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse Düsseldorf wurde nun fristlos gekündigt - weil er von Pooth einen Premium-Fernseher entgegen genommen haben soll.


Düsseldorf - Es geht um eine mögliche Bestechung durch den mittlerweile insolventen Konsumelektronikhersteller Maxfield. Firmen-Chef Franjo Pooth, Ehemann der TV-Moderatorin Verona Pooth, soll dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, Heinz-Martin Humme im Zusammenhang mit der Gewährung eines Kredits über 9,2 Millionen Euro einen 3200 Euro teuren TV-Flachbildschirm geschenkt haben.

Der Hauptausschuss des Verwaltungsrates der Stadtsparkasse entschied nun einstimmig über die Kündigung Hummes, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Der Sparkassenchef war zuvor schon im Februar von seinem Posten beurlaubt worden.

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sich Pooth der Bestechung schuldig gemacht hat. Zudem wird gegen Pooth wegen des Verdachts der Insolvenzverschleppung ermittelt.

Bei der Stadtsparkasse Düsseldorf war wegen der Vorwürfe bereits das Vorstandsmitglied Karl-Heinz Stiegemann fristlos entlassen worden. Auch er soll von Pooth einen Flachbildschirm angenommen haben.

Maxfield hatte im Januar Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen war vor allem durch den Handel mit MP3-Playern bekannt geworden.

dek/ddp



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