Portland Männer zeigen Zivilcourage - und werden erstochen

In Portland in den USA haben zwei Männer ihren Einsatz für andere mit dem Leben bezahlt. Sie wollten muslimische Frauen vor einem Rassisten beschützen - da zog der ein Messer.

Polizeieinsatz an S-Bahn-Station in Portland
DPA/ The Oregonian

Polizeieinsatz an S-Bahn-Station in Portland


Zwei Menschen sind durch Messerstiche in einer Straßenbahn in Portland im US-Bundesstaat Oregon ums Leben gekommen. Ein weiterer Passagier wurde schwer verletzt.

Die Männer hatten versucht, zwei muslimische Frauen vor einem Mann zu beschützen, der die beiden rassistisch beschimpfte. Eine der beiden jungen Frauen trug ein Kopftuch. Die Attacke erfolgte nur wenige Stunden vor Beginn des Ramadan.

Wie US-Medien am Freitag (Ortszeit) berichteten, hatte der 35-jährige Angreifer die beiden Frauen lautstark beleidigt. Als andere Fahrgäste den Frauen zu Hilfe kamen, stach der Mann zu.

Er flüchtete nach der Tat, konnte aber später festgenommen werden. Ihm wird nun Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Nach Behördenangaben ist der Mann vorbestraft - unter anderem wegen Raub und Entführung.

Eines der Opfer starb noch am Tatort, der zweite Mann starb laut Polizei später im Krankenhaus. Ein dritter Mann wurde verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Die beiden jungen Frauen verließen den Zug, noch bevor die Polizei eingetroffen war. Sie werden dringend als Zeuginnen gesucht.

Bei dem Täter soll es sich US-Medien zufolge um einen regional bekannten Rassisten handeln.

ler/dpa

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