Kriminalfall in Potsdam Mutmaßlich entführte Sechsjährige wurde offenbar missbraucht

Mehr als 20 Stunden lang war eine Sechsjährige in Potsdam offenbar in der Gewalt eines 58-jährigen. Nun ermittelt die Polizei wegen schweren sexuellen Missbrauchs.

Tatort Möbelhaus: Ermittler in Potsdam
Paul Zinken/DPA

Tatort Möbelhaus: Ermittler in Potsdam


Im Fall eines 22 Stunden lang vermissten Mädchen in Potsdam gehen die Ermittler davon aus, dass die Sechsjährige Opfer einer Entführung sowie eines Übergriffs wurde. "Wir ermitteln wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs an dem Kind", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Bei dem festgenommenen Verdächtigen handele es sich um einen 58-Jährigen, sagte er weiter. Das sechs Jahre alte Mädchen sei verletzt gewesen. Gegen den Mann, der noch nicht vernommen worden sei, hätten die Ermittler einen Haftbefehl wegen Fluchtgefahr beantragt.

Das Kind war am Samstag mit seiner Familie in einem Potsdamer Möbelmarkt gewesen, als es verschwand. 70 Beamte suchten nach dem Kind, Hunde und ein Hubschrauber wurden eingesetzt. Schließlich fanden Polizisten das Mädchen am Sonntag weinend auf einem Gehweg.

Das Mädchen hatte sich laut Polizei von seinem Vater und den Geschwistern getrennt und war allein mit dem Fahrstuhl gefahren. Vor dem Ausgang des Möbelhauses habe sich die Spur der Sechsjährigen verloren.

Abgesehen von dem Missbrauchsvorwurf geht es den Ermittlern zufolge auch um den Verdacht der Freiheitsberaubung. Der Mann soll noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.

mxw/AFP/dpa



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