Nach Protesten Erneut Frauen in Argentinien getötet

Wenige Tage nach den Protesten gegen Frauenmorde sind in Argentinien erneut drei Frauen getötet worden. Die Tat soll der Partner eines der Opfer begangen haben.

Proteste gegen Frauenmorde in Santiago (Archivbild)
AFP

Proteste gegen Frauenmorde in Santiago (Archivbild)


Tagelang hatten Zehntausende Frauen in Süd- und Mittelamerika protestiert - gegen die brutale Gewalt, die ihnen in der Gesellschaft entgegenschlägt. Kurz nach den Kundgebungen gegen Frauenmorde sind in Argentinien nun erneut drei Frauen getötet worden. Mutmaßlich vom Partner eines der Opfer.

Der Mann wurde am Sonntag in der westargentinischen Provinzhauptstadt Mendoza verletzt festgenommen, Stunden nachdem die Leichen in einer Wohnung in der nahe liegenden Ortschaft Godoy Cruz gefunden worden waren.

Der Festgenommene habe ersten Ermittlungen zufolge seine Lebensgefährtin, ihre Schwester und die 80-jährige Mutter der beiden Frauen erstochen, erklärte der Sicherheitsminister von Mendoza, Gianni Venier. Ein sieben Monate altes Kind des Paares sei lebensgefährlich verletzt worden. Ein weiterer Sohn konnte sich verstecken und die Polizei rufen.

In der letzten Woche waren Zehntausende Frauen in mehreren argentinischen Städten auf die Straße gegangen, um gegen die anhaltenden Gewaltausbrüche gegen Frauen im Land zu protestieren. Allein im Oktober wurden in Argentinien bereits mindestens 23 Frauen von Männern ermordet. 2015 wurden 286 Morde an Frauen verzeichnet. Auch in Mexiko, Chile und El Salvador protestierten Frauen gegen die anhaltende Gewalt.

cnn/dpa



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