Prozess SPD-Politiker soll Stewardess Bein gestellt haben

Rückflug mit Folgen: Weil er einer Stewardess ein Bein gestellt haben soll, muss sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Steffen Reiche vor dem Berliner Amtsgericht Tiergarten verantworten. Der Politiker bestreitet die körperliche Auseinandersetzung.


Berlin - Die Anklage lautet auf versuchte Körperverletzung. Der 48-jährige frühere brandenburgische Bildungsminister soll sich unter anderem geärgert haben, dass ihm von seinem Platz in der Economy-Klasse der Zugang zur Toilette in der Business-Klasse verweigert wurde.

Abgeordneter Reiche, Anwältin: "100 Prozent ausgeschlossen"
DPA

Abgeordneter Reiche, Anwältin: "100 Prozent ausgeschlossen"

Reiche wies den Vorwurf zurück. "Es ist 100 Prozent ausgeschlossen, dass ich der Flugbegleiterin vorsätzlich ein Bein gestellt habe", sagte er zu Prozessbeginn.

Der Bundestag hatte die Immunität, also den Schutz vor Strafverfolgung, für Reiche aufgehoben und so ein Strafverfahren gegen den Abgeordneten möglich gemacht.

Laut "Bild"-Zeitung fühlte sich Reiche von der Flugbegleiterin schlecht behandelt. Erst habe die Frau ihm keine deutsche Zeitung geben wollen, dann habe sie ihm das Tablett unsanft weggerissen. "Aber ich habe ihr kein Bein gestellt", zitierte "Bild" Reiche.

jdl/dpa/ddp



© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.