Tödliches Unglück in Puerto Rico Kleinkind stürzt von Kreuzfahrtschiff - Eltern geben Firma die Schuld

In einem Hafen der Karibikinsel Puerto Rico fiel ein 18 Monate altes Mädchen von einem Schiff und starb. Die Eltern machen nun das Kreuzfahrtunternehmen verantwortlich.

Die "Freedom of the Seas" im Hafen von Bayonne in New Jersey
Mike Derer/ AP

Die "Freedom of the Seas" im Hafen von Bayonne in New Jersey


Die Familie eines Kindes, das von einem Kreuzfahrtschiff in den Tod stürzte, hat Vorwürfe gegen das Touristikunternehmen erhoben. Das eineinhalb Jahre alte Mädchen war am Sonntag aus dem elften Stock der "Freedom of the Seas" in die Tiefe gefallen und gestorben. Das Schiff lag im Hafen von San Juan auf der Insel Puerto Rico.

Laut Polizei ließ der Großvater seine Enkelin fallen. Dagegen wehren sich nun die Hinterbliebenen: Die Geschichte sei anders als in den Medien berichtet, sagte der Anwalt der Familie. Der Großvater habe das Mädchen nicht fallen gelassen, es sei vielmehr aus einem Fenster gestürzt. Einem Fenster, das laut dem Anwalt eigentlich hätte geschlossen sein müssen.

Demnach spielte der Mann mit seiner Enkelin im Kinderbereich des Schiffs. Das Kind habe seinen Opa gebeten, es zu einer Wand mit Scheiben zu heben. Sie habe gern gegen Glasscheiben geklopft, so auch in diesem Fall. Der Großvater sei davon ausgegangen, dass es sich um Scheiben gehandelt habe, die man nicht habe öffnen können.

Plötzlich weg

"Aber so war es nicht", sagte der Anwalt. Das Fenster sei offen und das Mädchen plötzlich weg gewesen. Die Familie wolle nun von der Firma wissen, warum das Fenster nicht sicher verschlossen gewesen sei.

Die Polizei und das Unternehmen Royal Caribbean kommentierten die Vorwürfe der Familie nicht. Die Firma teilte lediglich mit, es handle sich um einen tragischen Unfall. Man helfe der Familie.

Der Minister für öffentliche Sicherheit von Puerto Rico, Elmer Román, hatte zuvor laut Medienberichten gesagt, dass die Familie psychologisch betreut werde. Die Polizei wolle nun Videoaufzeichnungen auswerten, um den Unfallhergang zu rekonstruieren.

jpz/AP



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