Sprengstoff-Sammler "Pulver-Kurt" legt Revision ein

"Pulver-Kurt" wurde unter anderem wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz zu dreineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Doch der 64-Jährige hat Rechtsmittel eingelegt. Vorerst muss er seine Haft nicht antreten.

Waffensammler "Pulver-Kurt" (r.) mit seinem Verteidiger: Sprengstoff in der Scheune
dapd

Waffensammler "Pulver-Kurt" (r.) mit seinem Verteidiger: Sprengstoff in der Scheune


Bad Kreuznach - Der zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilte Waffennarr mit dem Spitznamen "Pulver-Kurt" hat Revision gegen das Urteil eingelegt. Das sagte eine Sprecherin des Landgerichts Bad Kreuznach. Der Mann habe nun einen Monat Zeit, die Revision zu begründen. Bis der Bundesgerichtshof über den Einspruch entscheide, könnten mehrere Monate vergehen. Bis dahin muss der 64-Jährige seine Haft nicht antreten.

Im Wohnhaus des Rentners in der Nordpfalz und in einer angemieteten Scheune hatte die Polizei im vergangenen Jahr eines der größten illegalen Waffen- und Sprengstofflager in der Geschichte der Bundesrepublik entdeckt: Dazu gehörten mindestens hundert Kilogramm Sprengstoff, mehrere Maschinengewehre, Pistolen und eine Panzerfaust.

In der vergangenen Woche war "Pulver-Kurt" unter anderem wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.



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