Missbrauchsvorwürfe gegen US-Sänger Neue Anklage gegen R. Kelly

Gegen den R&B-König gibt es weitere Anschuldigungen, sie sollen auf einen zehn Jahre alten Fall zurückgehen: Die Staatsanwaltschaft hat R. Kelly mit neuen Missbrauchsvorwürfen in Verbindung gebracht.

R. Kelly am Rande eines Gerichtstermins in Chicago
Ashlee Rezin/Chicago Sun-Times via AP

R. Kelly am Rande eines Gerichtstermins in Chicago


Der Missbrauchsprozess gegen R. Kelly hat noch nicht einmal begonnen, schon hat die Staatsanwaltschaft Chicago bereits eine neue Anklage wegen Sexualstraftaten gegen den US-Sänger erhoben. Es handle sich jedoch nicht um neue Fälle, teilte Kellys Anwalt mit. Die Anklagebehörde habe nun in einem zehn Jahre alten Fall neue Vorwürfe gegen den Musiker erhoben.

Der 52-Jährige ist bereits wegen schweren sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen angeklagt. Betroffen sind vier Frauen, von denen drei zum Zeitpunkt der vorgeworfenen Taten noch minderjährig waren. Die Taten sollen sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren erstreckt haben. Kelly hat auf nicht schuldig plädiert und sich in einem Interview verteidigt. Örtlichen Medienberichten zufolge drohen ihm wegen einiger der Anklagepunkte bis zu 30 Jahre Haft.

Dem durch Hits wie "I Believe I Can Fly" bekannten Musiker wird seit Jahrzehnten Missbrauch von Minderjährigen vorgeworfen. 2002 wurde eine Anklage wegen Kinderpornografie gegen ihn erhoben, sechs Jahre später gab es aber einen Freispruch.

Lesen Sie hier: Der Absturz des R&B-Königs

apr/AFP/AP



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