Missbrauchsvorwürfe gegen US-Sänger R. Kelly muss in Haft bleiben

Sowohl in Chicago als auch in New York ist R. Kelly in zahlreichen Punkten angeklagt. Nun lehnte es ein Richter ab, den Musiker gegen Zahlung einer Kaution freizulassen.

R. Kelly Ende Juni in Chicago: Er wirft seinen Kritikern Rufmord-Kampagnen vor
Amr Alfiky/ AP

R. Kelly Ende Juni in Chicago: Er wirft seinen Kritikern Rufmord-Kampagnen vor


Der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagte amerikanische Sänger R. Kelly muss nach erneuten Vorwürfen vorerst in Haft bleiben. Ein Richter in Chicago lehnte es am Dienstag ab, den Musiker gegen Zahlung einer Kaution freizulassen. Damit muss der 52 Jahre alte Kelly nun zunächst in Chicago in Haft bleiben, bis er nach New York gebracht wird, um sich dort weiteren Vorwürfen zu stellen.

Die Staatsanwaltschaft in Chicago wirft dem Musiker unter anderem die Produktion von Kinderpornografie und Behinderung der Justiz vor, es geht um insgesamt 13 Anklagepunkte. Die Staatsanwaltschaft im New Yorker Stadtteil Brooklyn wirft Kelly fünf Anklagepunkte vor, unter anderem Erpressung. Insgesamt geht es bei den neuen Anklagepunkten um die Misshandlung von zehn Frauen, von denen acht zur Tatzeit minderjährig waren. Kelly plädiert auf nicht schuldig.

Die ersten Anschuldigungen gegen den aus Chicago stammenden Musiker mit dem bürgerlichen Namen Robert Sylvester Kelly waren vor rund 20 Jahren bekannt geworden. Neues Aufsehen erregten in den vergangenen Monaten Vorwürfe, die durch die TV-Dokumentation "Surviving R. Kelly" publik wurden. Der Musiker galt mit rund 50 Millionen verkauften Alben und zahlreichen Auszeichnungen jahrelang als einer der erfolgreichsten R&B-Künstler.

aar/dpa

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