Neue Vorwürfe R. Kelly soll gefälschten Ausweis für Hochzeit mit Aaliyah gekauft haben

US-Musiker R. Kelly ist bereits wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt. Nun muss er sich auch wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten: Er soll einen Beamten bestochen haben, um an einen gefälschten Ausweis zu kommen.
R. Kelly: Er muss sich nun auch wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten

R. Kelly: Er muss sich nun auch wegen des Vorwurfs der Bestechung verantworten

Foto: Ashlee Rezin/Chicago Sun-Times/DPA

Am 31. August 1994 heiratete der US-Musiker R. Kelly seine Kollegin Aaliyah, er war damals 27 Jahre alt, sie 15. Die Hochzeit war illegal, und die Ehe wurde später annulliert. Nun muss sich Kelly im Zusammenhang mit dieser Episode juristisch verantworten.

Ankläger in New York beschuldigen den heute 52-Jährigen in einer neuen Anklageschrift, einen Beamten 1994 bestochen und ihm Geld für einen gefälschten Ausweis gezahlt zu haben. Der "New York Times"  zufolge kaufte der Musiker das Dokument für Aaliyah, um sie als Volljährige auszugeben - und einen Tag später heiraten zu können.

Die neuen Vorwürfe wurden zur bereits bestehenden Anklage gegen Kelly hinzugefügt. Er sitzt seit Juli in einem Gefängnis in Chicago. Die Staatsanwaltschaft in New York wirft ihm unter anderem sexuellen Missbrauch und Erpressung vor . Der Musiker ("I Believe I Can Fly") soll Mitarbeiter, darunter Bodyguards und Assistenten, angestiftet haben, Mädchen für illegale sexuelle Handlungen zu gewinnen. Kelly beteuert seine Unschuld.

Aaliyah starb 2001 bei einem Flugzeugabsturz. Sie wurde 22 Jahre alt.

aar/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.