Missbrauchsvorwürfe R. Kellys Ex-Manager stellt sich der Polizei

Er soll einen Mann bedroht haben, dessen Tochter mutmaßlich von R. Kelly festgehalten wird: Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den Popstar hat sich sein Ex-Manager der Polizei gestellt.
Sänger R. Kelly 2013

Sänger R. Kelly 2013

Foto: Jason Merritt/ Getty Images for BET

Die Vorwürfe gegen R. Kelly reichen bis in die Neunziger zurück, auch ein Netz an Vertrauten soll den Popstar jahrelang geschützt haben - jetzt hat sich ein Ex-Manager im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen der Polizei gestellt: Er soll im Raum Atlanta einem Mann gedroht haben, dessen Tochter mutmaßlich von Kelly festgehalten wird. Der Fall der jungen Frau namens Joycelyn Savage taucht auch in der TV-Dokumentation "Surviving R. Kelly" auf, durch die alte Missbrauchsvorwürfe gegen den Musiker vor zwei Wochen wieder laut geworden waren. Das berichtet der Sender CNN.

"Ich werde dir und deiner Familie Leid zufügen. Wenn ich dich sehe, werde ich dich kriegen. Ich werde dich verdammt noch mal töten", soll Mason dem Vater im Mai 2018 gesagt haben. Dies zitiert CNN aus dem Polizeibericht. Ein Richter erließ daraufhin einen Haftbefehl, dem Mason CNN zufolge nun folgte. Demnach kam er anschließend gegen eine Kaution von 10.000 Dollar (8800 Euro) vorläufig frei.

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USA: Der Fall R. Kelly

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Die Vorwürfe gegen Kelly reichen bis in die Neunzigerjahre zurück. Im Sommer 2017 sorgte zudem ein "Buzzfeed"-Bericht über einen mutmaßlichen "Sex-Kult" Kellys für Aufsehen. Die Familie von Joycelyn Savage beschuldigt Kelly, ihr den Kontakt zur Außenwelt zu verbieten und sie manipuliert zu haben. Savage hatte dies im Sommer 2017 in einem Video zurückgewiesen und erklärt, ihr gehe es gut. R. Kelly hat sämtliche Vorwürfe gegen ihn abgestritten.

Kelly stand bisher beim Label RCA unter Vertrag, das zum Konzern Sony Music gehört. Medienberichten zufolge beendete RCA die Zusammenarbeit mit dem dreifachen Grammy-Gewinner inzwischen. Seit Freitag taucht er auf der RCA-Website, wo unter Vertrag stehende Künstler wie Britney Spears, Justin Timberlake und Usher gelistet werden, nicht mehr auf. Sprecher von Sony, RCA und Kelly bestätigten diesen Schritt zunächst nicht.

eth/dpa
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