Unterhalt nicht gezahlt Sänger R. Kelly wieder in Polizeigewahrsam

Weil er seiner Ex-Frau Unterhalt in Höhe von 141.000 Euro schuldet, wurde R. Kelly erneut festgenommen. Der Sänger muss sich derzeit wegen Missbrauchsvorwürfen verantworten, er war erst vor einer Woche gegen Kaution freigekommen.

R. Kelly vor der Anhörung wegen nicht gezahlten Unterhalts
Ashlee Rezin/Chicago Sun-Times/DPA

R. Kelly vor der Anhörung wegen nicht gezahlten Unterhalts


Der US-Sänger R. Kelly ist erneut festgenommen worden. Grund dafür sind versäumte Unterhaltszahlungen in Höhe von 161.000 Dollar (umgerechnet etwa 141.000 Euro), wie Sophia Ansari von der Polizeibehörde in Chicago nach einer Gerichtsanhörung am Mittwoch erklärte. Der dreifache Vater wurde demnach in Gewahrsam genommen und sollte in das Cook County Gefängnis im US-Bundesstaat Illinois gebracht werden.

R. Kelly müsse seiner Ex-Frau den vollen ausstehenden Betrag zahlen, sagte die Polizeisprecherin. Anschließend könne er freikommen. Der nächste Gerichtstermin in dem Streit um Unterhaltszahlungen sei für den 13. März angesetzt.

Ein Sprecher des Musikers sagte, R. Kelly sei bereit gewesen, bis zu 60.000 Dollar zu zahlen. Den vollen Betrag könne er aber nicht aufbringen - er habe zuletzt nicht mehr arbeiten können.

"Ich kämpfe um mein verdammtes Leben"

R. Kelly war am 22. Februar wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen angeklagt worden. Die Taten sollen sich über einen Zeitraum von zwölf Jahren erstreckt haben. Einige der mutmaßlichen Opfer sollen minderjährig gewesen sein.

Vor Gericht plädierte R. Kelly am 25. Februar auf nicht schuldig. Nach drei Nächten in Polizeigewahrsam kam er gegen eine Kautionszahlung von 100.000 Dollar frei. Wann ein Prozess beginnen könnte, ist unklar.

Video: R. Kelly verteidigt sich gegen Missbrauchsvorwürfe

REUTERS

Am Dienstag wurde ein Ausschnitt des ersten Interviews mit R. Kelly seit der Anklage wegen sexuellen Missbrauchs veröffentlicht. Darin beteuert der Sänger seine Unschuld. Auf die Frage, ob er Mädchen gegen ihren Willen festgehalten habe, erklärte er unter Tränen: "Das bin nicht ich! Ich kämpfe um mein verdammtes Leben!"

aar/AFP

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