Verfahren gegen Bushidos Ex-Geschäftspartner Abgeschobener Straftäter aus Türkei soll im Abou-Chaker-Prozess aussagen

Als Zeugen im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker hat das Berliner Landgericht einen Mann aus der Türkei geladen. Für ihn galt eine Wiedereinreisesperre – nun soll er am 14. März aussagen.
Clanchef Arafat Abou-Chaker: Der aktuelle Prozess gegen ihn läuft bereits seit August 2020

Clanchef Arafat Abou-Chaker: Der aktuelle Prozess gegen ihn läuft bereits seit August 2020

Foto: RAINER KEUENHOF/POOL/EPA-EFE/Shutterstock

Im Prozess gegen den Clanchef und früheren Geschäftspartner von Rapper Bushido, Arafat Abou-Chaker, soll ein in die Türkei abgeschobener Straftäter als Zeuge vernommen werden. Das Berliner Landgericht hat den Mann für den 14. März geladen, sagte eine Gerichtssprecherin. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung  berichtet. Abou-Chaker ist unter anderem wegen Freiheitsberaubung und versuchter schwerer räuberischer Erpressung angeklagt. Drei Brüder des Clanchefs sollen Mittäter gewesen sein.

Zu den mutmaßlichen Taten zum Nachteil von Bushido soll es gekommen sein, nachdem dieser die Beziehungen zu seinem Geschäftspartner aufgelöst hatte – das habe der Clanchef nicht akzeptieren wollen. Zu dem Angriff auf Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Mohamed Ferchichi, soll der Zeuge aus der Türkei nun aussagen.

Der Mann mit Verbindungen zu kriminellen Clans wurde im März 2021 aus der Untersuchungshaft abgeschoben. Nach damaligen Polizeiangaben gilt für ihn eine langjährige Wiedereinreisesperre. Nach dem »Bild«-Bericht soll der Türke jedoch in Berlin aussagen können. Zugleich solle er während seines Aufenthalts in Deutschland von der Polizei beobachtet werden, um ein Untertauchen zu verhindern.

Das Verfahren gegen Bushidos Ex-Partner beschäftigt seit August 2020 das Landgericht Berlin. Rapper Bushido ist in dem Prozess Nebenkläger und Zeuge. Der Prozess soll am 19. Januar fortgesetzt werden.

atb/dpa

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