Star der 187 Strassenbande vor Gericht Auftritt Gzuz

Der Gangsta-Rapper Gzuz wurde wegen Drogenhandels und Körperverletzung angeklagt. Den Prozessauftakt nutzte er für Selfies.
Rapper Gzuz im Amtsgericht Hamburg

Rapper Gzuz im Amtsgericht Hamburg

Foto: Jonas Klüter/ dpa

Die Liste der Vorwürfe gegen Gangster-Rapper Gzuz ist lang: Verstöße gegen das Waffengesetz, Drogenbesitz, Körperverletzung. Nun muss sich das Mitglied der Hip-Hop-Gruppe 187 Strassenbande vor dem Amtsgericht Hamburg verantworten - wieder einmal.

Mitte Februar war Gzuz, der eigentlich Kristoffer Jonas Klauß heißt, zum Prozessauftakt nicht erschienen und musste daraufhin wegen unentschuldigten Fernbleibens eine Kaution von 100.000 Euro zahlen. Dieses Mal erschien der Rapper pünktlich - um vor dem Gerichtssaal erst mal ein paar Selfies zu machen, wie der NDR berichtet .

Bevor der Prozess beginnen konnte, stellte der Anwalt des Rappers einen Befangenheitsantrag gegen Richter Johann Krieten. Außerdem teilte er mit, dass er Krieten wegen Rechtsbeugung und Freiheitsberaubung angezeigt habe. Er bezog sich damit auf den Haftbefehl, den der Richter für Gzuz beantragt hatte, nachdem dieser im Februar seinen Gerichtstermin verpasst hatte.

Bei einer Hausdurchsuchung im April 2018 wurden in der Hamburger Wohnung von Gzuz 17 Gramm Marihuana, zweieinhalb Gramm Crystal Meth und Böller gefunden. An Silvester 2018 soll er außerdem mehrfach eine Schreckschusspistole abgefeuert haben, obwohl ihm seit August 2018 das Führen von Waffen aller Art untersagt ist.

In seiner Wohnung in Halstenbek im Kreis Pinneberg fanden Beamte eine Schreckschusspistole und Munition. Im Februar dieses Jahres soll der Gangsta-Rapper zudem versucht haben, eine Sauerstoffflasche aus einem unverschlossenen Rettungsfahrzeug zu stehlen. Und im März soll Gzuz auf der Reeperbahn einer Frau, die ein Selfie mit ihm machen wollte, mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen haben. Sein Anwalt sagte nun dazu: "Er hat sich bedrängt gefühlt und wollte nur das Handy beiseiteschieben."

Gzuz ist bereits mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten, unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Beleidigung. Der Rapper ist bekannt dafür, Begegnungen mit der Polizei zu filmen und über seine Social-Media-Kanäle zu verbreiten. 2017 war er bereits verhaftet worden, kam dann aber unter Auflagen wieder frei.

lmd/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.