Verkehrskontrolle in Ratingen Polizei blitzt Radfahrer mit 62 km/h – erlaubt waren 30

Die Körperhaltung windschnittig, der Blick nach vorn: Im Kreis Mettmann ist der Polizei ein deutlich zu schneller Radfahrer bei einer Tempokontrolle aufgefallen, gefasst wurde er nicht. Ihm droht ein hohes Bußgeld.
Schnell unterwegs: Der geblitzte Radsportler in Ratingen

Schnell unterwegs: Der geblitzte Radsportler in Ratingen

Foto: Kreispolizeibehörde Mettmann

Geschwindigkeitskontrollen gehören für die Polizei zum Tagesgeschäft, auch deutliche Tempoüberschreitungen von Autofahrerinnen und Autofahrern sind dabei keine Seltenheit. Dass ein unmotorisiertes Zweirad mit dem Doppelten der erlaubten Geschwindigkeit geblitzt wird, versetzte die Polizei im nordrhein-westfälischen Ratingen dann aber doch ins Staunen.

Laut einer Mitteilung  der Kreispolizeibehörde Mettmann fiel den Beamten am Donnerstagvormittag ein Radsportler auf, der mit 62 km/h an der Messstelle bei Ratingen vorbeigerast war – erlaubt waren demnach 30 km/h.

»Ob es sich bei dem Fahrradfahrer um einen verirrten Teilnehmer der Tour de France oder ob es sich schlicht um einen übermotivierten Freizeitsportler handelte«, hätten die Beamten nicht herausfinden können, hieß es. Denn der Radsportler fuhr einfach weiter. Ob ihm Konsequenzen drohen, ist derweil unklar. »Eine nachfolgende Ahndung dieser Geschwindigkeitsüberschreitung« gestalte sich laut Polizei wegen der fehlenden Kennzeichnungspflicht für Radfahrer schwierig.

Der Radsportler war indes nicht der einzige Temposünder: Im dreistündigen Messzeitraum fuhren laut Polizei insgesamt 389 Autofahrer an der Messstelle vorbei – davon waren 90 zu schnell unterwegs.

Hohes Bußgeld möglich

Dem Radfahrer droht wegen des eklatanten Regelverstoßes ein Bußgeld, sollte er doch noch ermittelt werden. Die Bußgeldsätze des Bußgeldkatalogs sind bei Geschwindigkeitsübertretungen nur für die Fahrer von Kraftfahrzeugen ausgewiesen. Verstoßen Radfahrende gegen die gebotene Vorsicht, müssen sie dennoch mit einem Bußgeld rechnen. Wie hoch das ist, entscheidet die Bußgeldstelle je nach Fall.

Für eine Überschreitung zwischen 31 und 40 km/h wird bei Kraftfahrzeugen innerorts ein Bußgeld von 260 Euro fällig, auch gibt es zwei Punkte im Fahreignungsregister. Für Wiederholungstäter ist auch ein Fahrverbot möglich. Außerorts beträgt das Bußgeld bei einer Überschreitung in diesem Rahmen im Regelfall 200 Euro.

Die Polizei mahnte angesichts des Vorfalls, dass die Geschwindigkeiten auf den Verkehrszeichen auch für Radfahrerinnen und Radfahrer gelten. Auch Radler müssten bei Verstößen mit Bußgeldern und Strafen rechnen, wenn sie von der Polizei erwischt oder im Anschluss ermittelt werden.

fek
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