Razzien in Hessen und Baden-Württemberg Polizei geht gegen Reichsbürger vor

In Hessen und Baden-Württemberg sind Staatsanwaltschaft und Polizei gegen die sogenannte Reichsbürgerszene vorgegangen. 25 Wohnobjekte wurden durchsucht.
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Friso Gentsch / DPA

Die Polizei geht gegen die Reichsbürgerszene vor: 25 Wohnobjekte von 34 Beschuldigten wurden durchsucht, teilten  die Staatsanwaltschaften in Stuttgart und Karlsruhe sowie das baden-württembergische Landeskriminalamt mit.

Den Verdächtigen würden unter anderem gewerbsmäßige Urkundenfälschung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Sie sollen unter anderem Reisepässe, Führerscheine und Staatsangehörigkeitsurkunden gefälscht oder hergestellt haben. Außerdem sollen sie massenhaft Faxnachrichten staatsleugnerischen Inhalts an verschiedene Behörden versandt haben.

Die Beschuldigten sind den Angaben zufolge Führungsmitglieder und Angehörige der Reichsbürgerorganisationen "Republik Baden" und "Freier Volksstaat Württemberg" sowie ihrer Dachorganisation "Staatenbund Deutsches Reich". Durchsuchungen finden im Zuständigkeitsbereich der Polizeipräsidien Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Offenburg, Pforzheim, Reutlingen und Ulm statt. Auch ein Spezialeinsatzkommando war im Einsatz.

Die Ermittler stellten Waffen unterschiedlichster Art sicher: Pfeil und Bogen, Macheten, Zwillen mit Stahlkugeln, Kurzwaffen, Schusswaffenmunition und eine Armbrust mit Zielfernrohr. Eine Person verfügte über 200 Messer mit feststehender Klinge, 190 Äxte sowie 520 Klapp- und Einhandmesser. In einer Wohnung entdeckten die Ermittler eine Marihuana-Plantage.

ala/dpa
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