Ehestreit Rechtsanwalt soll seine Frau erstochen haben

In der Nähe von München hat die Polizei einen Rechtsanwalt festgenommen. Der 45-Jährige soll in einer Vernehmung zugegeben haben, seine Ehefrau getötet zu haben. Nach der Bluttat rief er selbst die Ermittler.


Schäftlarn/München - Ein Polizist versuchte noch vergeblich, die Frau wiederzubeleben: Bei einem Ehestreit in Schäftlarn bei München soll ein Rechtsanwalt seine Frau erstochen haben. Der 45-Jährige habe selbst die Polizei gerufen, sagte der Leiter der Münchner Mordkommission, Markus Kraus. Hintergrund für die Tat seien vermutlich länger anhaltende Beziehungsprobleme, so Kraus.

Das Paar hat vier Kinder. Das jüngste, ein vierjähriges Mädchen, soll bei dem Verbrechen in dem Wohnhaus gewesen und die tote Mutter gesehen haben. Die anderen Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren waren nicht zu Hause.

Der Streit zwischen den langjährigen Partnern soll am Montagabend in der Küche der Familienwohnung eskaliert sein. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Mann ein Messer gegriffen und zugestochen. Die Beamten konnten ihn widerstandslos am Tatort festnehmen.

Laut Staatsanwaltschaft hat der Rechtsanwalt in der ersten Vernehmung zugegeben, seine Frau erstochen zu haben. Gegen den Mann wurde Haftbefehl beantragt. Die Staatsanwaltschaft geht vorerst von Totschlag aus, wird aber prüfen, ob Mordmerkmale vorliegen.

Die Kinder werden von Nachbarn versorgt, später sollen sich Angehörige aus Nordrhein-Westfalen um sie kümmern.

hut/dpa/dapd



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