A3Stus Razzien bei Mitgliedern rechtsextremer HipHop-Band

Bei drei mutmaßlichen Mitgliedern der Nazi-HipHop-Band A3Stus hat die Polizei Razzien durchgeführt. Den Rappern wird unter anderem Volksverhetzung vorgeworfen.

Das Landeskriminalamt Berlin hat die Wohnungen mehrerer mutmaßlicher Mitglieder der rechtsextremen HipHop-Band A3Stus durchsucht. Wie die Polizei mitteilte, wurden insgesamt zehn Objekte in Berlin und Brandenburg überprüft.

Nach Informationen von SPIEGEL TV wird drei Beschuldigten im Alter von 26, 28 und 34 Jahren Volksverhetzung und Betrug zur Last gelegt. Sie sollen ein Lied mit volksverhetzendem Inhalt geschrieben und vertrieben haben. Die Beschuldigten sollen zudem der rechtsextremistischen Gruppierung "Barnimer Freundschaft 25" angehören.

Bei den Durchsuchungen fanden die Ermittler umfangreiches Beweismaterial. Unter anderem sicherten sie in den Wohnungen der Beschuldigten zwei PC-Tower, externe Festplatten und mehr als hundert CDs. Außerdem wurden Ampullen mit Amphetaminen beschlagnahmt.

In einer Wohnung in Wandlitz fanden die Einsatzkräfte zudem durch Zufall einen Morgenstern, eine nicht zugelassene Luftdruckpistole, ein Luftdruckgewehr mit Zielfernrohr und eine Schreckschusspistole sowie nicht zugelassene Pyrotechnik und Wurfmesser.

Die drei Beschuldigten wurden nach Durchführung von erkennungsdienstlichen Maßnahmen entlassen. Auch ein 32-Jähriger geriet ins Visier der Ermittler. Er steht im Verdacht, das Video zum Song ins Internet geladen zu haben.

th/gam

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