Rechtsextremismusverdacht Polizei durchsucht Gebäude nach Waffen in Mecklenburg-Vorpommern

160 Beamte waren im Einsatz: In Mecklenburg-Vorpommern geht die Polizei dem Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat nach. Ein Beschuldigter soll zu einer rechtsradikalen Gruppe gehören.

Polizeikräfte haben in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Gebäude durchsucht. Wie die Staatsanwaltschaft Rostock  mitteilte, waren Objekte im Landkreis Vorpommern-Greifswald betroffen. Die Beamten gehen einem Verdacht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat nach.

Die Zentralstelle zur Bekämpfung des Terrorismus und Extremismus bei der Staatsanwaltschaft Rostock ermittelt gegen zwei Personen. Eine davon gehöre vermutlich einer rechtsradikalen Gruppe an. Es werde auch wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt.

Suche nach Waffen, Munition und Daten

Bei den Durchsuchungen, an denen insgesamt 160 Beamte aus mehreren Dienststellen beteiligt gewesen seien, sei nach Waffen, Waffenteilen, Munition, Unterlagen und elektronischen Medien gesucht worden.

Später teilte das Landeskriminalamt mit, es seien Speichermedien und "Gegenstände" sichergestellt worden. Die nicht näher benannten Objekte sollten nun daraufhin untersucht würden, ob sie unter das Waffengesetz fallen. Anhaltspunkte für eine unmittelbare Gefahr für die Zivilbevölkerung hätten nicht bestanden, hieß es.

Mitte September waren wegen Extremismusverdachts bereits Wohn- und Geschäftsräumen eines Soldaten bei Neubrandenburg durchsucht worden.

bbr/dpa
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