Mecklenburg-Vorpommern Rechtsextremist wirbt in Kindermalheft der Deutschen Polizeigewerkschaft

Kinder sollen mit einem Malheft der Deutschen Polizeigewerkschaft Verkehrsregeln lernen. Doch im Inneren warb ein Rechtsextremist für seine Firma. CDU-Innenminister Caffier spricht von einem inakzeptablen Vorfall.
Dienstwappen an einer Uniform (Symbolbild): Wer wusste von der Gesinnung des Werbetreibenden?

Dienstwappen an einer Uniform (Symbolbild): Wer wusste von der Gesinnung des Werbetreibenden?

Foto: Jens Büttner/ dpa

In Mecklenburg-Vorpommern konnte ein bekannter Rechtsextremist für seine Firma in einem Kindermalheft der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) werben. Landesinnenminister Lorenz Caffier reagierte mit großem Unverständnis auf diese Anzeige.

"Es ist nicht nur peinlich, sondern auch völlig inakzeptabel für eine Polizeigewerkschaft, einem ausgewiesenen und bekannten Rechtsextremisten eine derartige Werbung zu ermöglichen", teilte der CDU-Politiker mit. Er verlangte eine lückenlosen Aufklärung.

Sein Haus habe diese Woche von der Anzeige erfahren - und sofort verboten, das Heft zur Verkehrsaufklärung weiterhin durch die Polizei auszulegen oder zu verteilen. "Auch wenn die Deutsche Polizeigewerkschaft in ihrem Wirken unabhängig von politischen Parteien, Kirchen und Staat agiert, so etwas darf nicht passieren", teilte Caffier mit - er erwarte eine klare Positionierung der Gewerkschaft.

Lorenz Caffier: "So etwas darf nicht passieren"

Lorenz Caffier: "So etwas darf nicht passieren"

Foto: FELIPE TRUEBA/EPA-EFE/REX

Der DPolG-Landesvorsitzende bedauerte dem "Nordkurier " zufolge den Vorfall. Die Zeitung schreibt von einem Partnerverlag, mit dem die Gewerkschaft das Heft herausgebe. Dieser sei für die Anzeigen in dem Heft verantwortlich - und diesem sei die Gesinnung des Abrissunternehmers in Nordwest-Mecklenburg nicht bekannt gewesen.

apr